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Zuchtprogramm

Zuchtziel und Zuchtprogramm
Ziel der Veredelung des Fleckviehs ist eine milchbetonte Doppelnutzung. Es wird viel Wert auf eine gute Milch- und Fleischqualität, ein optimales Verhältnis der Milchinhaltstoffe und eine gute Euterbildung gelegt. Erwünscht ist ein mittel- bis grossrahmiges Rind mit fester Konstitution und korrektem Fundament, hohem Futteraufnahmevermögen und Anpassungsfähigkeit an technisierte und konzentrierte Haltungsformen. Angestrebt wird entsprechende Frohwüchsigkeit, regelmässige Fruchtbarkeit, problemlose Abkalbungen, Dauerleistung und guter Gesundheitszustand, besonders beim Euter.
Die Parameter des Zuchtzieles kann man folgendermaben charakterisieren:
Milchleistung 6 500 - 7 500 kg Milch
Eiweissgehalt mindestens 3,5 %
Eiweiss : Fett Verhältnis 1 : 1,15 - 1,20
Tageszuwachs in der Bullenmast 1 300 g und mehr
Erste Abkalbung 26 - 28 Monate
Zwischenkalbezeit bis 380 Tage
Nutzungsdauer mindestens 5 Laktationen
Lebendgewicht - Kühe
                       - Bullen
650 -750 kg
1 200 - 1 300 kg
Widerristhöhe - Kühe
                      - Bullen
136 - 142 cm
150 - 158 cm



Eigenleistungsprüfungen
Seit dem Jahre 1972 werden alle Fleckviehbullen auf anerkannten ELP Stationen geprüft. Die Bullenkörung erfolgt ausschliesslich auf diesen Stationen. Es gibt zur Zeit drei ELP Stationen.
Die Anzahl der geprüften Bullen hat sich, in Folge der Abstockung der Rinderpopulation auf etwa die Hälfte vermindert. Im Jahre 2001 wurden 271 Bullenkälber in die Stationsprüfung eingereiht, davon 61 Stück, d.h. 22,5 % aus ET.
Zur Körung wurden 157 Bullen vorgeführt und 97 gekört, d.h. 52,6 %. Der durchschnittliche Tageszuwachs der gekörten Bullen in der Prüfperiode (111 bis 365 Lebenstag) betrug 1 416 g und die Abweichung von den Vergleichsgruppen +53 g. Bei der Körung werden besonders die Zuwachsrate und die Exterieur- und Konstitutionsmerkmale berücksichtigt. Ein Veterinärarzt in der Körkommission beurteilt die Gesundheitsmerkmale und die Zuchttauglichkeit der Bullen. Rund 65 % der nicht gekörten Bullen werden für die unbefriedigende Wachstumskapazität, 28 % für die Exterieurmängel und 7 % für Gesundheitsgründe ausgemerzt.

Prüfeinsatz
Der Prüfeinsatz erfolgt nach einem einheitlichen Schema, das auf dem Prinzip des Spermaaustausches der Prüfbullen zwischen mehreren Regionen und Besamungsstationen beruht. Der Einsatz wird zentral organisiert und erleichtert eine objektivere Zuchtwertschätzung der KB Bullen. In der Prüfzeit werden ca 400 - 500 Erstbesamungen pro Bulle durchgeführt, d. h. ca 400 Trächtigkeiten.
Im Vorjahr wurden 93 KB Bullen in den Prüfeinsatz eingereiht und mit etwa demselben Umfang rechnen wir auch für die Zukunft.

Nachkommenprüfungen und Zuchtwertschätzung
Die Nachkommenprüfung und Zuchtwertschätzung werden auf alle wichtigen Merkmale orientiert.
Milchleistung und Milchinhaltstoffe
Der Zuchtwert wird mit einem Mehrmerkmal-Vater-Modell für Milcheiweissgehalt und -menge und Fettgehalt und -menge geschätzt. Im Durchschnitt stehen 45 - 55 Erstlaktationen zur Verfügung. Die Ergebnisse werden ab 70 % Wiederholbarkeit veröffentlicht. Als massgebendes Selektionsmerkmal dient der RZW für die Eiweissmenge. Melkbarkeit
Der Zuchtwert für Melkbarkeit wird anhand des durchschnittlichen Minutengemelks mit einem einfachen CC Test berechnet. Zur Schätzung sind mindestens 30 Prüfergebnisse der Töchter nach der ersten Abkalbung notwendig. Fleischleistung
Die Nachzuchtprüfung wird ausschliesslich an zwei anerkannten Stationen durchgeführt. Zu diesem Zwecke werden 14 - bis 17 Söhne der Prüfbullen nach einem Zufallsprinzip angekauft, wovon mindestens 10 die Prüfung beenden müssen.
Die Prüfung beginnt, nach einer Vorbereitungsperiode, am 150. und endet am 530. (± 5) Lebenstag und verläuft unter ähnlichen Haltungs- und Fütterungsbedingungen, wie sie in den grossen Mastbetrieben üblich sind. Ermittelt werden der Tageszuwachs, der korrigierte Nettozuwachs, die Schlachtausbeute und der Nierenfettanteil. Für die Selektion ist der korrigierte Nettozuwachs massgebend.
Der Zuchtwert wird mit Vater Model der BLUP Methode geschätzt. Die aktuellen Ergebnisse im Vorjahr waren:
  • 1 318 Bullen im Test nach 88 Vätern
  • 14,9 Bullen pro Vater
  • 1 152 g Tageszuwachs
  • 674 g Nettozuwachs
  • 56 % Schlachtausbeute
Ausgewählte Bullen mit überdurchschnittlich hohen Werten werden in die Herdebuchabteilung PCM (Fleischbulle) eingegliedert und für Gebrauchskreuzungen und Mutterkuhhaltung verwendet.
Fruchtbarkeit
Die Ausgangsdaten bildet die Trächtigkeitsrate nach Erstbesamung, die bei allen Rindern durch rektale Palpation oder, im kleineren Umfang, sonographisch ermittelt wird. Die Zuchtwerte werden für die paternalen und maternalen Komponente mit dem Vatermodel der BLUP Methode geschätzt.
Exterieur
Die lineare Beschreibung der einzelnen Merkmale wird in der gesamten Fleckviehpopulation von zwei Klassifizierern nach dem im Rahmen der EVF vereinbarten System durchgeführt. Im Vorjahr wurden 12 400 Kühe nach der ersten Abkalbung beurteilt. Auf einen Vater fallen im Durchschnitt 50 Töchter und eine genügende Zahl der Stallgefährtinnen.
Die Zuchtwerte für alle Merkmale und für die Gesamtnoten werden mit Tiermodel ohne Wiederholung berechnet.
Gesundheit und Erbfehler
Die Gesundheitsmerkmale, Erbfehler, Kalbeverlauf und Totgeburten werden von Tierärzten beurteilt und gesammelt und vom Institut für Veterinärgenetik ausgewertet. Anhand der Auswertung werden die Bullen in drei Klassen verteilt:
A - zum Wiedereinsatz ohne Beschränkung zugelassen (90,0 % der Bullen)
B - nicht als Bullenväter benutzen (9,0 - 10,0 % der Bullen)
C - zum Wiedereinsatz in KB nicht tauglich (unbedeutende Anzahl von Bullen)
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